Lexikon
| Verbundschienenbremse |
| Magnetschienenbremse mit mindestens zwei voreinander getrennten Wicklungen für unterschiedliche Spannungsquellen (Fahrdrahtspannung, Bremsspannung, Batteriespannung). |
| Verwandlungswagen |
| Von Sommer- auf Winterbetrieb umrüstbarer Straßenbahnwagen; ab 1901 in Deutschland eingeführt. Typische Merkmale: Fahrgastraum in Abteilform, nach außen aufschlagende Klapptüren; anschraubbare Außenwandelemente mit Fenster über den Klapptüren (Winterbetrieb); als Vierachser und Zweiachser geliefert. Erster Zweiachser-TW: Mönchengladbach, Triebwagen 30, Baujahr 1904; für Berlin u.a. bereits 1902 ebenfalls Verwandlungswagen als Beiwagen geliefert. |
| Vielfachsteuerung |
| Steuerungsbauform für die Mehrfachtraktion. Erste Anwendung in Deutschland Ender der zwanziger Jahre des 20 . Jahrhundert unter anderem bei Zwillings-Triebwagen in Berlin (Triebwagen 6201 Baujahr 1926) und in Leipzig ( Mehrwagenzug aus Triebwagen 1187 Beiwagen 601 Triebwagen 1188). |
| Vielstufenfahrschalter |
| Fahrschalter mit etwa 15...30 Fahr- und 12...20 Bremsstufen, vorwiegend als Nockenfahrschalter ausgeführt. Zwei Grundbauformen: reine Vielstufer (z.B. der halbautomatische Fahrschalter im Hechtwagen), Nockenfahrschalter mit durch zwischen Fahrkurbel und Hauptwalze eingeschaltetem Vorgelege zur Verlängerung des Kurbelweges, dazu gehöhren alle AEG-Fahrschalterbauarten ab 1936 der Typenreihen VNFB und StNFB. Die Einheitsfahrschalter der Typenreihe EF43 bis EF46 sowie die ab 1951 gefertigten LEW-Fahrschalter der Typen StNFB 1 bis StNFB4. |
| Vorgelege |
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1) Bei Tatzmotoren verwendetes Stirnradgetriebe, bestehend aus Ritzel auf der Motorwelle und Grossrad auf der Achswelle. 2) Bei Nockenfahrschaltern zur Verlängerung des Kurbelweges (Vielstufenfahrschalter) auf der Fahrwalze angeordnetes Stirnradgetriebe. |
| Vorortbahn |
| Bezeichung für Bahnen, die die Verbindung zwischen den Städten und ihren Vororten herstellen. Zwischenstellung zwischen Straßenbahn und Überlandbahn. |